Übersicht
Die KFG ist Österreichs erste Förderschiene im Bereich der nicht-kommerziellen krankheits- und patientenorientierten (translationalen), konsortionalen klinischen Forschung.
Zum Call
Neueste Informationen
Im Juni 2026 startet eine neue Ausschreibung zu Klinische Forschungsgruppen im Bereich Frauengesundheit und Gendermedizin.
Wichtige Termine
- Veröffentlichung Call-Dokumente: 30. Juni 2026
- Antragsfrist Kurzanträge: 06. November 2026
- Antragsfrist Vollanträge (nur auf Einladung!): 09. April 2027
- Interviews: Juni 2027
- Start KFG: 01. Jänner 2028
Formulare auf der Webseite („Downloads“) dienen zur Vorbereitung des Antrags (nicht zur Einreichung). Anträge können ab Call-Eröffnung ausschließlich über das LBG-Einreichportal eSubmission eingebracht werden.
Webinar
Ein Webinar mit Informationen für Antragssteller:innen findet im Herbst 2026 statt. Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung werden im September 2026 hier zur Verfügung stehen.
Fördergegenstand
Die Ausschreibung zu LBG Klinische Forschungsgruppen setzt sich zum Ziel, mittelfristig angelegte, kollaborative Forschungsprogramme mit einem klaren Fokus auf patientenorientierte, medizinisch relevante Themen im Gebiet der nicht-kommerziellen klinischen Forschung zu fördern. Im Einklang mit dem aktuellen Regierungsprogramm (2025-2029) fokussiert die diesjährige Ausschreibung auf Frauengesundheitsforschung und Gendermedizin.
Gefördert werden klinische Forschungsvorhaben zu Frauengesundheit und Gendermedizin entlang aller Lebensphasen von Frauen und Mädchen.
Dazu zählen beispielsweise gynäkologische Erkrankungen (z.B. Endometriose) sowie Fragestellungen etwa zur Menstruationsgesundheit, sexueller und reproduktiver Gesundheit, Peri-, Meno- und Postmenopause bis hin zu Fragen rund um das gesunde Altern. Da Frauengesundheit und Gendermedizin weit mehr als gynäkologische Fragestellungen umfassen, sind auch klinische Fragestellungen zu geschlechts- und genderspezifischen Unterschieden im Hinblick auf Prävention, Symptomatik, Diagnostik sowie Therapie von körperlichen und psychischen Erkrankungen über die gesamte Lebensspanne hinweg zugelassen. Dazu zählen unter anderem kardiovaskuläre, onkologische, neurologische, psychiatrische, immunologische, endokrinologische, metabolische und andere chronische Erkrankungen sowie Aspekte der Arzneimittelsicherheit und/oder -wirksamkeit sowie der Präzisionsmedizin. Begleitend zu den klinischen Forschungsvorhaben können auch lebensphasenorientierte Ansätze, digitale Medizin, Aspekte von Versorgungsforschung, Intersektionalität und geschlechtliche Diversität Berücksichtigung finden.
Unterstützt wird die Erarbeitung innovativer Forschungsergebnisse in der krankheits- oder patientenorientierten klinischen Forschung im Rahmen von investigator-initiated klinischen Studien, mit der Möglichkeit der Integration translationaler Aspekte. Gleichzeitig sollen im Sinne der Nachwuchsförderung jungen klinischen Forscher:innen hochqualitative Trainingsmöglichkeiten geboten werden.
Die KFG soll ein kohärentes Forschungsprogramm adressieren, welches aus mehreren Arbeitspaketen/Teilprojekten besteht. Folgenden Anforderungen ist zu entsprechen:
- innovativ und qualitativ hochwertig im Bereich der krankheits- oder patientenorientierten klinischen Forschung und Entwicklung von Diagnose- oder Therapiemethoden,
- Durchführung von zumindest 50% der geplanten Arbeit an medizinischen Universtäten/Fakultäten,
- umfasst investigator-initiated klinische Studien (Phase I-III) oder andere nicht-kommerzielle klinische Studien in Kombination mit klinischen Pilot- bzw. Begleitstudien (Beobachtungs-, Longitudinal-Studien, epidemiologische Studien, Biobanking, Biomarkerstudien, patient outcome studies, proof of concept studies, etc.),
- entspricht Good Clinical Practice-Standards,
- zeigt interdisziplinäre, synergistische kollaborative Natur zwischen klinischen und nicht-klinischen Mitglieder:innen,
- fördert wissenschaftlichen Nachwuchs und adressiert Gender Equality-Themen.
Antragsberechtigung und Partner:innen
Der Antrag einer KFG muss von einer österreichischen medizinischen Universität/Fakultät, welche über eine Universitätsklinik verfügt, (Lead Institution) führend für mehrere Kooperationspartner:innen eingebracht werden.
Kooperationspartner:innen können öffentliche oder private Universitäten, Fachhochschulen/Hochschulen für angewandte Wissenschaften, Krankenanstalten und/oder außeruniversitäre Forschungseinrichtungen (im non-profit Bereich) sein. Diese sind gemeinsam mit der Lead Institution Fördernehmer:innen.
Kommerzielle Kooperationspartner:innen sind ebenfalls möglich, wenngleich diese keine Fördernehmer:innen darstellen.
KFG Zusammensetzung
Eine KFG besteht aus folgenden Teilnehmer:innen:
- ein/e Mentor:in*
- ein Head*
- ein oder mehrere Work package/ Sub-project Manager:innen, davon ein oder mehrere Deputy Head/s*
- Wissenschafter:innen und etwaige sonstige Mitarbeitende
* bei Lead Institution angestellt
Fördervolumen und Dauer
- Budget der Ausschreibung 2026/27: 8,32 Mio. Euro
- Förderung:
0,52 – 1,04 Mio. Euro per annum
Maximal 90% der Gesamtkosten der KFG werden gefördert.
Teilnehmende Institutionen müssen mindestens 10% der KFG-Kosten aus Eigenmitteln einsetzen. - Dauer: 4 + 4 Jahre (zweite Förderperiode nach erfolgreicher Zwischenevaluierung)
Auswahlverfahren
Zweistufiges Auswahlverfahren: Kurzanträge werden von einer wissenschaftlichen Expert:innen-Kommission evaluiert, welche die Auswahl zur Einreichung von Vollanträgen trifft. Die Vollanträge werden einer Peer-review-Begutachtung unterzogen, die Antragstellenden werden infolgedessen zu Interviews durch die wissenschaftliche Expert:innen-Kommission eingeladen.
Wissenschaftliche Expert:innen Kommission
Die wissenschaftliche Expert:innen-Kommission unterstützt strategisch und operativ bei der Programmentwicklung und dem Begutachtungsverfahren und setzt sich aus hochrangigen, wissenschaftlich ausgewiesenen, internationalen Expert:innen zusammen. Die Mitglieder der Kommission werden hier bekannt gegeben.
Antragstellung
Informationen zur Antragstellung werden im Juni 2026 bereitgestellt.
Elektronisches Einreichportal
Weitere Informationen und Kontakt
Programme Management – Klinische Forschungsgruppen
Dr. Neda Motamedi-Shad
Head of Clinical Research Groups and Senior Programme Manager
Telefon: +43 (0) 1 513 27 50-45
Bettina Lengger, PhD
Programme Manager
Telefon: +43 (0) 1 513 27 50-71
E-Mail: xst@yot.np.ng