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10.01.2022 von Ludwig Boltzmann

Mögliche Massengräber der Schlacht am Marchfeld entdeckt

Die Schlacht am Marchfeld im Jahr 1278 gilt als eine der größten Ritterschlachten Europas – und als Grundstein für den Aufstieg der Habsburger. Das LBI ArchPro entdeckte nun mit dem Bodenradar Strukturen, die auf die verlorenen Massengräber der Zigtausenden gefallenen Ritter hinweisen könnten.

Mit der Schlacht zwischen Rudolf I. von Habsburg, seit 1273 römisch-deutscher König, und dem böhmischen König Ottokar II. Přemysl begann die jahrhundertelange Vorherrschaft der Habsburger in Österreich. Der Ort der Schlacht ist bekannt, bis auf ein Schwert wurden aber keine Spuren im heute großteils verbauten, landwirtschaftlich genutzten oder nicht mehr zugänglichen Gebiet gefunden. Das LBI ArchPro untersuchte für eine „Universum History“-Dokumentation das Areal mit Spezialflugzeugen und Drohnen sowie mit von Quads gezogenen Magnetfeldsensoren. Wenige Kilometer vom Schlachtfeld entfernt wurden große rechteckige Strukturen mit einer Grundfläche von 50 Quadratmetern entdeckt, vermutlich Massengräber, die in der Nähe einer damals existierenden Kirche ausgehoben wurden. 

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a. In den zwei schwarzen Rechtecken links der Kirche – zwei rund 50 m2 große Gruben – könnten die Gefallenen beerdigt worden sein.