35. Rheumatagung im neuen Rehabzentrum Saalfelden

Der Ludwig Boltzmann Cluster für Arthritis und Rehabilitation zeigte, wie vielfältig seine Forschung ist. Zum 35. Jubiläum der Rheumatagung in Saalfelden ging das Programm sogar über zwei Tage: Am ersten Tag zeigte der Ludwig Boltzmann Cluster für Arthritis und Rehabilitation seine Forschungsarbeit. Dazu waren auch Kooperationspartner der Universitäten Wien und Graz eingeladen. Der zweite Tag war der Fortbildung für Ärztinnen und Ärzte gewidmet.

 

Ihr 35-jähriges Jubiläum feierte heuer am 24. und 25. Juni die Rheumatagung Saalfelden. Seit 1981 werden vom Ludwig Boltzmann Institut für Rehabilitation interner Erkrankungen in Zusammenarbeit mit dem Rehabzentrum Saalfelden in der Sonderkrankenanstalt der PVA Fachtagungen auf dem Gebiet der Rheumatologie und Rehabilitation abgehalten.

Heuer wurde ein zweitägiges Programm mit den Schwerpunkten Rheuma und Rehabilitationsforschung am Freitag und klinisch-rheumatologische Themen am Samstag zusammengestellt. Die Organisation der Veranstaltung übernahm das Team des Ludwig Boltzmann Departments für Rehabilitation unter der Leitung von Univ.-Doz. Dr. Werner Kullich. Tagungsort war heuer die Sonderkrankenanstalt der PVA Saalfelden mit dem Ärztlichen Leiter Priv.-Doz. Dr. Thomas Berger und dem Verwaltungsdirektor MA Fritz Sporrer, die das generalsanierte Rehabilitationszentrum Saalfelden als idealen Tagungsort präsentieren konnten, welcher Medizin und Forschung in einem Haus beherbergt.

Nach Eröffnung der Tagung durch Doz. Kullich am Freitag wurde in den Vorträgen gezeigt, welche aktuellen Forschungsarbeiten und wissenschaftliche Ergebnisse über Untersuchungen zu Entzündungsmechanismen, Balneologie, Arthrose, Knorpelzellen, Therapie mit Radon und Kernspinresonanz bei arthrotischen Gelenkserkrankungen derzeit durchgeführt werden. Am Samstag wurden die Tagungsteilnehmerinnen und -teilnehmer insbesondere vom Bürgermeister Ernst Rohrmoser der Stadtgemeinde Saalfelden, dem Präsidenten der Österreichischen Gesellschaft für Rheumatologie und Rehabilitation, Univ.-Prof. Dr. Machold sowie dem neuen Chefarzt der Pensionsversicherung, Dr. Martin Skoumal begrüßt. Dabei wurde die 35-jährige Kontinuität dieser hochkarätigen Veranstaltung besonders hervorgehoben.

Von international sehr bekannten Rednern der Universitätskliniken Wien, Innsbruck, Graz uns Salzburg bzw. Landeskliniken wie Stockerau wurden der teilnehmenden Ärzteschaft neueste Erkenntnisse über die Therapie rheumatischer Erkrankungen, aber auch die Nebenwirkungen medikamentöser Behandlungen dargestellt. Einen besonderen Stellenwert nehmen die physikalischen Therapiemaßnahmen und vor allem die Bewegungstherapie ein, welche vom Leiter der physikalischen Medizin der Universitätsklinik Innsbruck, Prof. Dr. Erich Mur dargestellt wurden. Ein Highlight war die Vermittlung der neuesten Erkenntnisse des größten europäischen Rheumakongresses EULAR, der gerade vor kurzem in London stattgefunden hat. Es ist zu hoffen, dass diese bedeutende medizinische Veranstaltung im Pinzgau, bei der heuer über 90 Wissenschaftler und Kliniker aus ganz Österreich, aber auch aus Deutschland und Südtirol teilgenommen haben, noch viele weitere Jahre fortbestehen wird.

 

Text und Fotocredit: Ludwig Boltzmann Institut für Rehabilitation interner Erkrankungen

AnhangGröße
PDF Icon Tagungsprogramm 2016712.61 KB