14.11.2016 von LBG

Symposium über aktuelle Forschung in der regenerativen Medizin: Österreich führend bei Regeneration durch Stoßwellentherapie, Wiederverwertung medizinischen Abfalls, Gewebekleber, Seide als Bandersatz oder Micro RNA

Das Symposium zur regenerativen Medizin fand am 3. November im AUVA Unfallkrankenhaus Lorenz Böhler statt. Speziell widmete man sich jenen Themen, in denen Österreich weltweit führend in der Forschung ist: Regeneration durch Stoßwellentherapie, Wiederverwertung medizinischen Abfalls, Gewebekleber, Seide als Bandersatz oder Micro RNA.
Es wurde einerseits der medizinische Bedarf an neuen Therapien von Ärztinnen und Ärzten definiert und andererseits über aktuelle Forschungsthemen der regenerativen Medizin berichtet. Themen waren etwa die Heilung peripherer Nerven nach Trauma, die Reduktion von Sekundärschäden nach einer Rückenmarksverletzung, lokale Blutstillung, der Aufbau von Muskeln oder Bindegewebe oder die Therapie von Knorpeln, Knochen, Sehnen und Bändern nach Verletzungen.

Der Höhepunkt war die Vorstellung der neuen Zusammenarbeit mit der britischen Plattform UKRMP (UK Regenerative Medicine Platform) von Prof. Richard Oreffo, einem der anerkanntesten englischen Stammzellenforscher in der regenerativen Medizin.

Der Österreichische Cluster für Geweberegeneration

Vor zehn Jahren gründete das Ludwig Boltzmann Institut für experimentelle und klinische Traumatologie zusammen mit der AUVA, der Medizinischen Universität Wien, der Universitätszahnklinik Wien und dem Oberösterreichischen Roten Kreuz den Österreichischen Cluster für Geweberegeneration. Inzwischen sind 17 Arbeitsgruppen aus sieben Universitäten interdisziplinär im Cluster aktiv. 2012 veranstaltete der Cluster den Weltkongress TERMIS für regenerative Medizin in Wien. Im Cluster arbeiten Experten für Neuroregeneration und für Knochen-und Gelenksregeneration mit Spezialisten für bildgebende Verfahren und Wissenschaftlern aus vielen anderen Disziplinen zusammen. Der Cluster forscht daran, wie Verletzungen von Knochen, Bändern, Knorpel, Sehnen, Nerven besser behandelt werden können.