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22.06.2022 von Ludwig Boltzmann

START-Exzellenzförderung für William Barton

Der PI des LBI für Neulateinische Studien entschlüsselt mithilfe von Künstlicher Intelligenz das verschollen geglaubte, auf Altgriechisch verfasste Tagebuch des Hellenisten Karl Benedikt Hase.

Die START-Exzellenzförderungen werden vom Wissenschaftsfonds FWF vergeben, insgesamt sechs Wissenschaftler:innen konnten in dem hochkompetitiven Auswahlprozess aus 99 Anträgen reüssieren. Das START-Programm richtet sich an aufstrebende Spitzenforschende, denen die Möglichkeit gegeben wird, auf längere Sicht und finanziell abgesichert ihre Forschungen zu planen. Die geförderten Projekte kommen aus allen Fachdisziplinen und werden mit jeweils bis zu 1,2 Millionen Euro gefördert.

Der Spezialist für Griechisch und Latein William Barton hat neun Bände des verschollen geglaubten, in Altgriechisch verfassten Tagebuchs des Hellenisten Karl Benedikt Hase entdeckt und will die rund 2.500 Seiten nun mithilfe von Künstlicher Intelligenz entschlüsseln. Dadurch gewinnt der START-Preisträger neue Erkenntnisse über die griechische Sprache, die Geschichte der griechischen Literaturwissenschaft und die intellektuelle Kultur des 19. Jahrhunderts.

William Barton arbeitet seit 2017 als Postdoc am Ludwig Boltzmann Institut für Neulateinische Studien in Innsbruck. Der gebürtige Brite studierte am University College London und an der University of Calgary. 2015 promovierte er am Kings College London. Sein besonderes Forschungsinteresse gilt der altgriechischen Literatur seit der Renaissance.

Wir gratulieren sehr herzlich!

a. William M. Barton. © FWF/Dominik Pfeifer