17.05.2016 von Ludwig Boltzmann

„Ómnes súmus in súbmarineá, / in náve fláva súbmarineá“ (LNF2016 in Innsbruck)

Bei der Langen Nacht der Forschung am Ludwig Boltzmann Institut für Neulateinische Studien gab man die Beatles auf Latein.

Ganze zwanzig der insgesamt rund 300 Stationen in Tirol wurden von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des ATRIUM – Zentrum für alte Kulturen konzipiert und betreut. Sämtliche im ATRIUM beheimateten Institute und Fachbereiche, das Museum, die Fachbibliothek ATRIUM sowie das Ludwig Boltzmann Institut für Neulateinische Studien, beteiligten sich gemeinsam an dieser Veranstaltung. Auch das Museum an der Hauptuniversität war geöffnet.

Mit insgesamt fast tausend (!) Besucherinnen und Besuchern – was eine Steigerung um fast 200 gegenüber der Langen Nacht der Forschung 2014 bedeutet – und sehr positiven  Rückmeldungen war es insgesamt ein gelungener Abend, der dem Publikum einen Einblick in unsere Fächer und uns eine Präsentation unseres Standtortes und unserer Tätigkeiten ermöglichte.

Das Ludwig Boltzmann Institut für Neulateinische Studien zeigte Folgendes:

  • „Carmina Scarabaensia“ – Die Beatles auf Latein? (Musikalische Vorführung)
  • Welche neulateinischen Texte haben die Welt verändert? Und wie? (Vortrag)
  • Zum 300. Geburtstag der lateinischen Epigramme aus dem Zisterzienserstift Stams (Vortrag)
  • Zweiter Neulateinischer Poetry Slam (Vorführung)

Zwei Highlights aus dem ATRIUM

Ein Highlight war der „Zweite Neulateinische Poetry Slam“, für den wir die großartige Doris Mitterbacher alias Mieze Medusa – eine bekannte österreichische Slammerin, Rapperin und Autorin – für die Moderation gewinnen konnten. Insbesondere durch sie wurde die Station ein großer Erfolg. Auch Henrik Szanto, eine weitere bekannte Figur aus der Wiener Slamszene, leistete dazu einen wertvollen und inhaltlich erstaunlich passenden Beitrag durch eine Lesung aus seinem neuen Roman „Es glänzt und ist schön“. Aber das ganze wäre natürlich durch die kreativen Slams (mit Bezug zum Neulateinischen) der Lateinstudierenden vom hiesigen Uni-Institut gar nicht möglich gewesen. Der Applaus war oft und laut, das Entzücken der Zuschauer und Teilnehmer offenbar.

Gleichermaßen erfreulich war der Beitrag unserer „Institutsmusiker“ Valerio Sanzotta und Simon Wirthensohn, die, mit Gittaren und Stimmgewalt bewaffnet, Beatle-Songs in lateinischer Übersetzung zum Besten gaben. Dabei spielte es keine Rolle, wer unter den Zuschauern Latein beherrschte: Die einen wie die anderen konnten sich ein breites Grinsen nicht verkneifen, die einen wegen den bekannten Rhythmen und der immanenten Ästhetik der wenn auch fremd klingenden Worte, die anderen wegen dem Reiz der gelungenen versrhythmischen und damit einhergehend oft witzigen Übersetzungen (e.g. „ómnes súmus in súbmarineá, / in náve fláva súbmarineá“).

(Highlights: Text von Dr. Florian Müller, Universität Innsbruck)

Zum LBI für Neulateinische Studien
a. Ganze zwanzig der insgesamt rund 300 Stationen in Tirol wurden von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des ATRIUM – Zentrum für alte Kulturen konzipiert und betreut.
b. Insgesamt fast tausend (!) Besucherinnen und Besuchern waren dabei.